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Begegnung mit dem Bärenjäger Joakim Mikaelsson

So läuft eine Bärenjagd in den wildesten Gegenden Schwedens ab

In den tiefen Wäldern Nordjämtlands, einige Kilometer nördlich von Strömsund, streifen die Bären noch frei umher. Hier lebt auch Joakim Mikaelsson – von Beruf Rettungssanitäter, in seiner Freizeit aber leidenschaftlicher Jäger und Hundeführer. Er hat schon viele Jagden erlebt, aber die Kameradschaft, das Adrenalin und der Respekt, die eine Bärenjagd mit sich bringt, hinterlassen den stärksten Eindruck.

„Der Bär ist ein denkendes Wildtier“, sagt Joakim, der viel Erfahrung in der Bärenjagd gesammelt hat.
„Das ist etwas ganz anderes als die Jagd auf Schalenwild. Man muss vorbereitet und aufmerksam sein – sonst kann es gefährlich werden.“

Wie läuft eine Bärenjagd ab?

In die Bärenjagd stürzt man sich nicht einfach so. Joakim jagt, seit er ein Kind war, aber sein erster Kontakt mit der Bärenjagd kam eher zufällig – sein erster Jagdhund nahm statt einer Elchfährte eine Bärenspur auf. Damals wurde ein Interesse geweckt, das über die Jahre immer stärker geworden ist.

Die Jagd ist intensiv. Es gilt, schnelle Entscheidungen auf kurze Distanz zu treffen. Für Joakim ist regelmäßiges Schießtraining das A und O:

„Ein schlechter Schuss verursacht nicht nur Leid für den Bären – es kann auch für den Jäger selbst gefährlich werden. Deshalb muss man seine Ausrüstung im Griff haben.“

Joakim selbst nutzt für die Bärenjagd ein Aimpoint® Micro™ H-2 Leuchtpunktvisier:

„Ich schätze die Handlichkeit und Zuverlässigkeit. In dichten Wäldern, wo die Schüsse oft auf kurze Distanz fallen, gibt es nichts Besseres als ein Leuchtpunktvisier. Ich habe auch ein Zielfernrohr mit geringer Vergrößerung, aber bei der Bärenjagd verlasse ich mich immer auf ein Visier von AIMPOINT.“

Wenn die Jagd ernst wird – die Begegnung mit einem Bären

Eines von Joakims eindrucksvollsten Jagderlebnissen war nicht das Erlegen eines Bären – sondern von einem angegriffen zu werden. Ohne Waffe in der Hand, nur wenige Meter vom Auto entfernt, stand er Auge in Auge mit einem der größten Raubtiere des Waldes. Der Bär tauchte auf dem Weg auf, als Joakim seine Hunde einsammelte, weil er dachte, sie wären auf der falschen Spur.

„Ich glaube, ich bin noch nie so schnell gerannt“, sagt er lachend. „Ich habe es gerade noch ins Auto geschafft, bin auf der Beifahrerseite eingestiegen, wo ein Kumpel von mir schlief. Der Bär folgte mir und blieb direkt am Fenster stehen, starrte hinein. Mein Freund fragte mich, was los sei – bis er den Bären auch sah.“

Solche Begegnungen flößen Respekt ein – und unterstreichen, wie wichtig mentale Vorbereitung und die richtige Ausrüstung sind.

Bärenjagd erfordert Respekt – und den richtigen Einstieg

Für alle, die neugierig auf die Bärenjagd sind, hat Joakim einen klaren Rat:

„Fang nicht allein an. Suche den Kontakt zu erfahrenen Jägern, geh mit auf Jagd und lerne. Die Hunde sind das A und O bei der Bärenjagd – ohne sie geht es nicht.“

Viele gute Bärenhunde kommen tatsächlich aus dem Süden Schwedens, wo sie durch die intensive Schwarzwildjagd für härtere Aufgaben vorbereitet werden. Hunde mit Biss fürs Schwarzwild haben oft das Potenzial, gute Bärenhunde zu werden.

Joakim betont, dass der Respekt vor dem Bären immer da sein muss. Er hat gesehen, wie die Jagd manchmal in eine Macho-Richtung abdriften kann – was weder den Jägern noch dem Wild guttut.

„Es geht darum, mit Verstand zu jagen“, sagt er. „Die Bärenjagd sollte mit der gleichen Verantwortung und Sorgfalt betrieben werden wie jede andere Jagd auch.“

Bärenjagd als Teil des Wildmanagements

Schweden hat einen der größten Braunbärenbestände Europas – mit rund 2.900 Tieren. Um den Bestand auf einem nachhaltigen Niveau zu halten und Konflikte zwischen Mensch und Bär zu minimieren, wird die Lizenzjagd als Instrument des Wildmanagements eingesetzt. Die Jagd unterliegt strengen Regeln und jährlichen Quoten, die von den jeweiligen Provinzverwaltungen festgelegt werden.

„Wir haben immer noch viele Bären in Schweden“, sagt Joakim Mikaelsson. „Aber man sieht, dass der Bestand jünger und kleiner wird, da vor allem die größeren, einzelgängerischen Bären während der Jagd erlegt werden. Bärenmütter mit Jungtieren sind immer geschützt.“


Fakten über Bären in Schweden

Wie viele Bären gibt es in Schweden?
Etwa 2.900 Braunbären, laut schwedischer Umweltbehörde.

Welche Bärenart lebt in Schweden?
Nur der Braunbär (Ursus arctos), das größte landlebende Raubtier Skandinaviens und Teil der europäischen Braunbärenpopulation.

Wie viel wiegt ein Bär?

  • Weibchen: 100–150 kg
  • Männchen: 150–250 kg, manchmal bis zu 350 kg

Welcher ist der größte Braunbär?
Der Kodiakbär (Ursus arctos middendorffi), der auf den Kodiak-Inseln in Alaska lebt:

  • Männchen können bis zu 680 kg, manchmal über 700 kg wiegen
  • Stehend auf den Hinterbeinen bis zu drei Meter groß
  • Der Kodiakbär ist größer als der Grizzlybär, eine andere Unterart des Braunbären.

Welcher war der größte Bär aller Zeiten?
Der Kurznasenbär (Arctodus simus), mittlerweile ausgestorben, war der größte bekannte Bär. Er lebte in Nordamerika während der Eiszeit und konnte bis zu 1.000 kg wiegen.

Wie schnell kann ein Bär laufen?
Bis zu 60 km/h.

Wann gehen Bären in den Winterschlaf?
Normalerweise von Oktober bis November.

Wann wachen Bären aus dem Winterschlaf auf?
In der Regel zwischen März und April.

Wann ist Bärenjagd in Schweden erlaubt?
Die Lizenzjagd findet normalerweise vom 21.
August bis 15. Oktober statt.

  • Quoten und Jagdzeiten werden jährlich von den Provinzverwaltungen festgelegt.
  • Bärenweibchen mit Jungtieren sind immer geschützt.

Wie viele Bären wurden in Schweden erlegt?
Während der Lizenzjagd 2024 wurden 487 Bären erlegt.
Die meisten in:

  • Gävleborg (127)
  • Jämtland (124)
  • Västernorrland (85)
    Zusätzlich wurden 56 Bären im Rahmen von Schutzjagden geschossen.

Das Sprichwort: „Jemandem einen Bärendienst erweisen“

In Schweden und Deutschland gibt es das Sprichwort „jemandem einen Bärendienst erweisen“. Es bedeutet, jemandem helfen zu wollen, aber dabei unbeabsichtigt Schaden anzurichten.

Der Ausdruck stammt aus einer französischen Fabel: Ein Bär möchte eine Fliege vom Kopf seines schlafenden Freundes vertreiben – mit einem großen Stein. Die Fliege ist weg, aber der Freund ist tot.

Eine schöne Erinnerung daran, dass gute Absichten manchmal fatale Folgen haben können.


Produkt-Highlight: Aimpoint® Micro™ H-2

Das Aimpoint® Micro™ H-2 ist bei Jägern und Sportschützen weltweit beliebt und gilt als erste Wahl, wenn es um Schnelligkeit und Präzision geht.

Dieses Leuchtpunktvisier der zweiten Generation bietet ein verstärktes Gehäuse mit Flip-up-Linsenschutz. Dank modernster Linsen und Beschichtungen wurde die optische Leistung und die Klarheit des Leuchtpunkts deutlich verbessert. Es bietet 50.000 Stunden Betriebszeit mit einer Batterie. Das MICRO H-2 ist mit 2, 4 oder 6 MOA Punktgrößen erhältlich.

Aimpoint® Micro™ H-2